Standortübungsplatz "Brönnhof"

Gerade erst vor einem Jahr hat sich die US-Armee von ihren Standorten in Europa zurückgezogen. Neben Bamberg hatte vor allem Schweinfurt ein wichtige Position inne, schließlich ist der dortige Standortübungsplatz "Brönnhof" der drittgrößte der US-Armee in Europa gewesen.


Mittlerweile ist das riesige Gelände bis auf die Gebäudekomplexe im Nordteil komplett zugänglich. Interessant aus ornithologischer Sicht sind natürlich die gewaltigen Offenflächen, die vor allem im Nordteil von zahlreichen Büschen durchsetzt sind. Der beste Ausgangspunkt für eine Exkursion ist der kleine Ort Pfändhausen gut 10 Kilometer nördlich von Schweinfurt.


Gleich zu Beginn durchquert man einen abwechslungsreichen Wald, in dem ich Hauben- und Tannenmeisen sowie Bunt-, Mittel- und Schwarzspechte vernehmen konnte. Daraufhin erreicht man die Heeresstraße, die das Gebiet am Westrand von Süden nach Norden schneidet. Von hier aus kann man bereits auf die Offenflächen blicken und diese auch an einigen wenigen Stellen auf geschotterten Wegen betreten. Hier ließen sich leider nur einige Feldlerchen beobachten. Auch die Buschspitzen und Zaunpfähle boten keine aufsehenerregenden Vögel. Im Buschwerk selbst tummelten sich dutzende Kleinvögel, hauptsächlich jedoch Kohl-, Blau- und Sumpfmeisen, aber auch zumindest ein Trauerschnäpper. Wo das Gelände wieder etwas offener wurde, waren auch Greifvögel zu sehen. Insgesamt müssen es fünf Mäusebussarde und ein Turmfalke gewesen sein.


Zum Abschluss ging es über die Pferdekoppel im nördlichen Gebietsteil, an der unter anderem Brachpieper, Wiesenschafstelze und Birkenzeisig gehört werden konnte, zurück durch den Wald mit Kernbeißer und Schwanzmeise nach Pfändhausen.


Sicherlich hätte es mehr geben können, doch man sollte nicht unterschätzen, dass bei den meisten Zugvögeln noch lange nicht das Maximum erreicht ist und dass während der Mittagszeit die Aktivität bei den meisten Vögel sehr gering ist.

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