Dezember am Großen Wörth

Großer Wörth
Großer Wörth

Endlich, nach einer ganzen Woche Vogelabstinenz, konnte ich heute wieder zwei Stunden Vögel beobachten. Ursprünglich war mein Ziel ein nahe gelegener Baggersee, an dem eine Samtente vor kurzem gesehen worden war. Nachdem ich allerdings heute Vormittag die neuesten Einträge auf ornitho.de gesehen habe, musste ich meine Pläne kurzfristig ändern, da genannter Vogel offensichtlich schon weitergezogen sein muss.

 

Daher ging es heute einmal wieder zum Großen Wörth, der normalerweise einen Besuch wert ist. Heute waren die Wasservögel etwas unterrepräsentiert mit lediglich 10 Graugänsen (verglichen zu den 300 im September), 2 Gänsesägern, einigen Stock- und Krickenten. Dafür waren die Büsche gut mit Singvögeln gefüllt, vor allem mit Bluthänflingen, Meisen und Gimpeln.

 

Vor allem letztere haben es mir angetan, nicht nur weil ich mich relativ weit annähern konnte, sondern auch da sie schlichtweg interessante Vögel sind. So weit man sich eben sicher sein kann, waren alles sogenannte "Trompetergimpel", äußerten also den sonderbaren Trompetenruf. Da leider heute ohne Aufnahmegerät unterwegs waren keine Tonaufnahmen der Rufe möglich. Das wäre jedoch schön gewesen, denn nach kurzer Zeit riefen die Gimpel wieder wie ihre heimischen Verwandten. Kürzlich hatte man versucht, auch phänotypische Merkmale zu finden, mit denen eine Bestimmung auch ohne Ruf möglich ist. Da dies allerdings meist nur sehr feine Unterschiede sind, bestimme ich einen Gimpel nur auf Unterartniveau, wenn ich sowohl den charakteristische Ruf gehört als auch den Vogel gesehen habe.

 

Das Weibchen weiter unten ist eigentlich ein relativ guter Kandidat, vor allem wenn man die bullige Statur und den massigen Schnabel betrachtet.

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