Was lange währt, wird endlich gut

Zwei, vielleicht auch drei Wochen ist es her, dass die ersten Kiebitze hier im Norden Bayerns gesichtet wurden, bis heute hatte ich jedoch noch nicht einmal einen einzigen (im Jahr 2016) gesehen. Da war es durchaus frustierend, täglich Meldungen von Kiebitztrupps auf ornitho.de zu sehen. Kürzlich wurde auf dieser Meldeplattform ein 400 köpfiger Trupp gemeldet, der bei Augsfeld zusammen mit einem Goldregenpfeifer rastete. Es ist nicht schwer zu erraten, was das heutige Exkursionsziel sein sollte.

 

Kaum hatte ich heute Nachmittag also das Ortsschild von Augsfeld passiert, fiel mein Blick auf die Stars des heutigen Tags, die Kiebitze. Diese zeigten sich mitunter recht aktiv, immer auf den Fersen des Traktors, der das Feld frisch umpflügte. Beim Goldregenpfeifer verließ mich dann das Glück zunächst einmal, da er mir trotz wiederholter Suche mit dem Fernglas verborgen blieb. Stattdessen fand ich hunderte Stare, dutzende Feldlerchen und Bachstelzen sowie einen Rotmilan, einen Wanderfalken und vier Mäusebussarde. Keine schlechte Zusammensetzung, also ging ich zum Photographieren über, wobei mir ein beiger Fleck im Acker ins Auge fiel, der sich bei näherer Betrachtung als der gewünschte Regenpfeifer erwies. Somit war auch die zweite Zielart gesichert für den heutigen Tag.

 

Nachdem ich die ganze Szenerie für gut eine Stunde betrachtet hatte, machte ich mich langsam wieder auf den Rückweg, auf dem ich noch einen kleinen Stopp einlegte, um mir einige Gänse auf einer nahe gelegenen Wiese anzuschauen. Die meisten waren natürlich erwartungsgemäß Kanada- und Graugänse, doch auch vier Blässgänse waren mit diesen vergesellschaftet. Ein schöner und auch überraschender Abschluss eines erfolgreichen Birding-Tages. Bitte mehr davon!

 

 

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