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Ammertag

Nach langer Zeit gab es heute wieder einmal einen ganzen freien Vormittag. Eigentlich war heute ein Besuch des Fichtelgebirges geplant, den ich allerdings notgedrungen verschieben musste, da dort für heute Schneefall angekündigt war. Spontan ging es also zu einem "Ersatzziel", dem Maintal nördlich von Würzburg, wo sich einige gute Zippammerstellen befinden.

 

Erste Versuchsstelle war der Grainberg nördlich von Karlstadt, der meiner Kenntnis nach das verlässlichste Gebiet für diese Art ist und daher auch in die Broschüre aufgenommen wurde. Netterweise schien zu diesem Zeitpunkt auch die Sonne, was eine sehr schöne Lichtstimmung für das Photographieren bewirkte.

Nicht einmal zehn Minuten musste ich gehen, um auf die erste Zippammer zu stoßen, die allerdings in einiger Entfernung in einem Busch saß und daher nicht ganz einfach zu dokumentieren war. Nach einigen Belegbildern ging es wieder einige hundert Meter weiter bis zu den ersten Weinbergen, die typisch für die Region sind und der heißbegehrten Art perfekte Lebensbedinungen bieten. Hier gelang es mir, gleich zwei verschiedenen Individuen zu entdecken und auch ausgiebig zu photographieren.

Nach den letzten Weinbergen führt der Weg durch ein kleines Waldstück bergauf zu einer Hochfläche, von der man ein atemberaubendes Panorama genießen kann. In den Kiefern entlang des Weges hielten sich einige Haubenmeisen und Wintergoldhähnchen auf, die zwar schön zu sehen, aber auch schwierig zu photographieren waren. Auf dem anschließenden letzten Wegteil bergab gab es leider keine weiteren Vögel, dafür aber wieder die wunderschöne Landschaft zu bewundern.

 

Da der Rundweg mich weniger Zeit gekostet hatte wie anfangs vermutet, blieb mir noch Zeit für einen Abstecher zu einem weiteren Zippammergebiet nahe Retzbach. Unglücklicherweise ließ sich dort keine weitere Ammer beobachten trotz einer intensiven Suche entlang des Hanges.

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