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Rotdrosseln und mehr

Aufgrund des Dauerregens gestern mussten die meisten Vögel eine kleine Zugpause einlegen und da heute ein wenig beständigeres Wetter prognostiziert wurde, sollte der heutige Morgen eigentlich perfekt für eine Zugvogelbeobachtung sein. Als ich mich allerdings zu meinem Stammgebiet heute morgen aufmachte, hingen die Wolken nach wie vor recht tief und kein einziger Vogel überflog mich. Anstattdessen waren die Büsche gefüllt mit allerlei singenden Vögeln, die allem Anschein nach auf besseres Wetter warteten. Am auffälligsten waren die Rotdrosseln mit ihrem melancholischen Gesang, der sich doch deutlich von denen der lokalen Singdrosseln und Amseln unterscheidet. Insgesamt suchten weit mehr als hundert Drosseln auf den angrenzenden Feldern nach Nahrung.

 

Schließlich nach etwa einer Stunde wagten die ersten Vögel, ihre Reise gen Norden wiederaufzunehmen. So konnte ich im Lauf der nächsten Stunde mehr als 1100 Ringeltauben und gut 170 Wacholderdrosseln zählen. Beides nicht schlecht, jedoch gab es nur noch wenig anderes. Gerade als ich wieder am Zusammenpacken war, überfolgen mich ein Fischadler und fünf Kraniche. Mit diesen beiden sehr schönen Arten und meinem ersten singenden Zilpzalp für dieses Jahr kam ich auf 40 Arten, was ein ganz vernünftiges Ergebnis darstellt.

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