Regnerische Berge

Beinahe zwei Wochen sind seit dem letzten Eintrag vergangen und das hat natürlich seinen Grund. Erst vor kurzem bin ich nämlich von meinem Urlaub in Österreich zurückgekehrt. Auch wenn es nicht um die fränkische Vogelwelt geht, möchte ich hier trotzdem davon berichten, immerhin tut ein bisschen Abwechslung immer gut. Der erste Artikel soll sich um die Alpen drehen und die beiden anderen, die bald folgen, um den Neusiedler See.

 

Jetzt aber zurück zu den Alpen: Mein Standort war Hohentauern in der nördlichen Steiermark, wo ich eigentlich einige Wanderungen geplant hatte, auf denen ich die mir noch fehlenden alpinen Arten hätte beobachten können. Leider stellte sich das Wetter als feucht und kalt heraus, sodass ich die meiste Zeit in das Ennstal ausweichen musste.

 

Dort machte sich auch ein positiver Effekt des Regens bemerkbar, denn viele Singvögel waren aufgrund des schlechten Wetters zur Rast gezwungen worden. So ließen sich einige Grauschnäpper, Gelbspötter und Gartengrasmücken teilweise aus kurzer Entfernung beobachten, was immerhin zu einer kleinen Kollektion brauchbarer Bilder führte. 

 

Das Ennstal selbst ist ornithologisch gesehen mit seinen Auwäldern, Auen und z.T. noch existierenden Mooren gar nicht einmal uninteressant, nur macht es nicht besonders Spaß, bei recht heftigen Schauern auf Vogelpirsch zu gehen. Hoffentlich ist das Wetter beim nächsten Mal etwas besser.

Am letzten mir zur Verfügung stehenden Tag besserte sich endlich das Wetter und das Thermometer kletterte bis in den zweistelligen Bereich. Somit war klar, dass zumindest eine kleinere Wanderung möglich ist. Unglücklicherweise war der Regen der letzten Tage in den Hochlagen als Schnee heruntergekommen, weshalb die meisten Gipfel nicht zu Fuß erreicht werden konnten.

 

Dementsprechend war ich recht unsicher, was mich erwarten würde, als ich vom Parkplatz Bärental in den Triebener Tauern zu besagter Wanderung aufbrach. Im Wald waren gewöhnliche Arten wie Tannen- und Haubenmeise vertreten und wurden allmählich mit dem Zurücktreten des Waldes von Heckenbraunellen ersetzt. Kurz darauf öffnete sich die Sicht und gab den Blick auf eine atemberaubende Landschaft frei.

 

Hier gelang es mir auch endlich eine meiner Zielarten festzustellen, zwei Bergpieper suchten am Rande eines Schneefeldes nach Nahrung. Diese blieben allerdings außer Reichweite meiner Kamera ebenso wie die drei Alpendohlen, die das Gebiet überflogen. Leider waren auch am Zielort, dem Triebener Törl (1907 m), keine weiteren Vögel zu sehen, sodass ich von diesem Teil der Wanderung nur einige Landschaftsbilder zeigen kann.

 

Am Neusiedler See sollte sich die Situation dann wesentlich verbessern, aber später davon mehr.

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