Bischofsweiher

Der Große Bischofsweiher (bzw. auch Dechsendorfer Weiher genannt)
Der Große Bischofsweiher (bzw. auch Dechsendorfer Weiher genannt)

Die beiden "Bischofsweiher" gehören wie auch das Mohrhof-Weihergebiet zum sog. Aischgrund. Da sie jedoch an der Stadtgrenze von Erlangen liegen, sind sie wesentlich einfacher als Letzteres zu erreichen. Im Vergleich zu diesem fehlen allerdings mit Ausnahme der Dornweiher großflächige Schilfflächen. Aus diesem Grund ist es für darauf angewiesene Brutvogelarten insgesamt weniger bedeutend. Weiterhin spielen rastende Zuvögel ebenfalls eine deutlich geringere Rolle.

 

Dennoch lohnt sich während der Zug- und Brutzeit in jedem Fall ein Aufenthalt, schließlich bietet das Gelände durch den angrenzenden Wald eine Vielzahl an Lebensräumen, die zudem auch besser eingesehen werden können. Über die letzten Jahre hinweg ließen sich als kleine Besonderheit im Bereich der Dornweiher immer wieder Nachtreiher beobachten.

 

Vogelarten

Brutvögel:

Blaukehlchen, Drosselrohrsänger, Kleinspecht, Knäkente (unregelmäßig), Kolbenente, Mittelspecht, Nachtreiher (unregelmäßig), Pirol, Schwarzhalstaucher, Wasserralle

 

Zug:

Fischadler, Knäkente, Krickente, Löffelente, Pfeifente, Rohrdommel, Schellente, Trauerseeschwalbe, Zwergmöwe

 

Anfahrt

Mit dem Auto: Zunächst verlässt man die Autobahn A3 an der Ausfahrt 81 "Erlangen-West" und folgt der Beschilderung nach Dechsendorf. Am Ortsschild angekommen gabelt sich die Straße. Biegt man hier links in Richtung "Röttenbach" ab, gelangt man nach gut 2 km zum Abzweig nach "Röhrach". Unmittelbar davor mündet ein Feldweg in die Straße, der in südöstlicher Richtung entlang der Weiher verläuft und sich als Einstieg für eine Erkundung des Kleinen Bischofsweiher eignet.

 

Um dagegen einen günstigen Parkplatz für den Großen Bischofsweiher zu erreichen, biegt man an genannter Gabelung nach rechts ab und kurz darauf nach einer Rechtskurve wiederum links in die "Naturbadstraße". Folgt man dieser immer weiter, kommt man nach knapp 2 km zum außerhalb von Dechsendorf gelegenen Parkplatz, der sich direkt vor einer Rechtskurve auf der linken Straßenseite befindet.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Der Abzweig nach "Röhrach" (vgl. links) wird ungefähr alle 30 Minuten von der Buslinie 205 angefahren, die Erlangen mit Höchstadt verbindet. Die dem Parkplatz am Großen Bischofsweiher (auch Dechsendorfer Weiher genannt) am nächsten gelegene Bushaltestelle trägt den Namen "Dechsendorfer Weiher" und ist Endpunkt der Linie 283, die am Hugenottenplatz in Erlangen startet. Allerdings fährt sie wesentlich unregelmäßiger als Erstere.

 


Kolbenente
Kolbenente

Beobachtungsmöglichkeiten

 

Großer Bischofsweiher (bzw. "Dechsendorfer Weiher"): Generell kann jeder der beiden "Bischofsweiher" separat erreicht und umrundet werden. Beim Großen Bischofsweiher ist dabei insbesondere die nördliche Hälfte aufgrund des benachbarten Waldes und des schilfreichen Ufer interessant. Im Gegensatz dazu wird das südliche Ufer im Sommerhalbjahr überwiegend von Badegästen beansprucht, bietet jedoch gleichzeitig den besseren Überblick. Nachdem man das Seeufer vom Parkplatz aus erreicht hat, folgt man dem Uferweg Richtung Norden und gelangt so nach einer Weile zum "naturnäheren" Bereich des Gebiets. Bei (1) mündet der Pfad in eine T-Kreuzung. Möchte man beide Weiher miteinander kombinieren, biegt man hier rechts ab, möchte man dagegen nur den Großen Bischofsweiher umrunden, nach links. 

Nach der zweiten Variante kommt kurz darauf eine weitere Weggabelung in Sicht: Der Weg nach Norden führt direkt zu den Dornweihern, deren Besuch während Brutzeit sehr empfehlenswert ist. Geht man stattdessen weiter in südlicher Richtung, findet man wenig später auf der linken Wegseite bei (2) eine bereits weitgehend eingewachsene Beobachtungswand, die ggf. zur Beobachtung von Reihern und Rallen noch günstige Einblicke ermöglicht. Im Anschluss verläuft der Weg entlang des Ortsrands von Dechsendorf, bis schließlich die Verbindungsstraße Dechsendorf - Möhrendorf erreicht wird. Diese überwindet den Abfluss des Großen Bischofsweihers über eine Brücke mit einem dazu parallel gelegenen Fußgängerweg. Der folgende Abschnitt am Südufer (3) bietet generell einen guten Überblick über die Seefläche, bevor man schließlich wieder an den Anfangspunkt der Runde gelangt.

 

Kleiner Bischofsweiher: Der Kleine Bischofsweiher ist insgesamt ruhiger, da in ihm nicht gebadet werden darf. Daher halten sich in der Regel auf ihm auch mehr Wasservögel auf. Vom empfohlenen Einstieg aus folgt man dem Weg in südöstlicher Richtung entlang des Walds und erreicht bei (4) die Nordwestecke des Rundwegs. Im Anschluss geht man weiter in Richtung Norden und hält sich, noch bevor ein Graben überquert wird, rechts. Der folgende Abschnitt am Nordufer bietet tendenziell gute Beobachtungsmöglichkeiten, beispielhaft etwa von (5). Unmittelbar bevor man auf dem eingeschlagenen Pfad den Kleinen Bischofsweiher hinter sich lässt biegt man abermals nach rechts ab und findet linker Hand eine Reiher kleinerer Teiche. Möchte man Großen und Kleinen Bischofsweiher kombinieren, geht man einfach bis zur oben erwähnte T-Kreuzung bei (1) gerade aus weiter. Anderenfalls erreicht man kurz darauf bei (6) einen südlich abzweigenden Weg, der zu den Dornweihern führt. Das sich daran anschließende Wegstück am Südufer ist wenig interessant, da die Vegetation meist kaum Einblicke auf den Weiher ermöglichen.

 

Dornweiher: Die Dornweiher verbinden sozusagen den Kleinen mit dem Großen Bischofsweiher und zeichnen sich durch insgesamt breitere Schilfgürtel aus. Blaukehlchen und Drosselrohrsänger gehören zu den regelmäßig beobachteten Arten und lassen sich insbesondere bei (7) gut beobachten. Diese Stelle war in den letzten Jahr auch eine verlässliche Stelle für Nachtreiher im Sommerhalbjahr und sollte daher bei keinem Besuch ausgelassen werden. Der Beobachtungspunkt liegt auf dem westlichen Verbindungsweg zwischen den beiden Bischofsweihern.

GPS-Koordinaten:

(1) [49°38'12.81"N 10°56'35.44"E]

(2) [49°38'8.01"N 10°56'30.11"E]

(3) [49°37'45.20"N 10°57'23.76"E]

(4) [49°38'44.39"N 10°55'42.50"E]

(5) [49°38'42.79"N 10°56'18.51"E]

(6) [49°38'27.93"N 10°56'18.32"E]

(7) [49°38'15.57"N 10°56'29.62"E]

P "Dechsendorf" [49°37'48.24"N 10°57'27.73"E]

P "Abzweig Röhrach" [49°38'45.59"N 10°55'15.58"E]


Quellen:

Christoph Moning, Christian Wagner: Vögel beobachten in Süddeutschland, Stuttgart 2012.

www.travellerbird.com