Trieber Baggerseen

Die Baggerseen von Trieb wurden im Rahmen des LIFE-Naturprojekts „Oberes Maintal“ für die Vogelwelt attraktiv umgestaltet. Mittlerweile können die beiden Schlämmteiche dank neuer Flachwasserzonen, umfangreichem Schilfgürtel und angrenzendem Auwald eine beeindruckende Brutvogelliste aufweisen.

Vogelarten

Brutvögel:

Birkenzeisig, Blaukehlchen, Drosselrohrsänger, Grauspecht, Pirol, Purpurreiher (Nahrungsgast), Nachtreiher (Nahrungsgast), Rohrweihe (Nahrungsgast), Schwarzmilan (Nahrungsgast)

 

Zug:

Fischadler, Flussseeschwalbe, Knäkente, Limikolen, Löffelente, Rohrdommel, Spießente, Trauerseeschwalbe, Wespenbussard

 

Anfahrt

Mit dem Auto: Man verlässt die Autobahn A73 am Dreieck Lichtenfels und bleibt auf der sich anschließenden Schnellstraße bis zum Ende der Ausbaustrecke. Die nunmehr einspurige B173 führt geradewegs nach Trieb. Dort angekommen biegt man in die zweite Straße nach links ab, direkt vor einer Linkskurve. Hier kann man parken.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Das Gebiet ist grundsätzlich fahrradtauglich. So verläuft der offizielle Fahrradweg von Lichtenfels nach Hochstadt a. Main durch das Gebiet unmittelbar nördlich der Bahnlinie.

 


Flussseeschwalbe
Flussseeschwalbe

Beobachtungsmöglichkeiten

 

Vom Ausgangspunkt führt ein geteerter Weg in Richtung Norden. Nach etwa 500 m erreicht man den ersten renaturierten See, der über eine links des Weges gelegene Beobachtungswand eingesehen werden kann (1). Das mit Schilf gesäumte Ufer und die zentral gelegene Flachwasserzone sind besonders für verschiedene Reiherarten interessant. Weiterhin lassen sich von hier zuverlässig Gründelenten, Rohrweihen und Grauspechte beobachten bzw. vernehmen.


Der zweite Schlämmteich liegt weitere 500 m nördlich. Dafür muss ein beschrankter Bahnübergang passiert werden. Die Beobachtungshüe bei (2) ist von da bereits sichtbar, die optimalen Ausblick auf die umfangreichen Flachwasserzonen bietet. Daher eignet sich diese Stelle v.a. für Limikolen zu den Zugzeiten. Erwähnenswert ist, dass 2018 hier Flussseeschwalben erstmals erfolgreich gebrütet haben.
Folgt man von der Hütte dem Weg noch ein wenig weiter nach Osten, gelangt man zum aktiven Kiesabbaugebiet (3). Die Seen in diesem Bereich sind hauptsächlich im Winter interessant.

GPS-Koordinaten:

(1) [50°09'10.54"N 11°08'12.78"E]

(2) [50°09'24.63"N 11°08'18.98"E]   

(3) [50°09'25.77"N 11°08'27.45"E]

P [50°08'53.16"N 11°08'13.47"E]